Nicolas Lindt

Schriftsteller & Ritualgestalter

«Ich schreibe Bücher, erzähle Geschichten und gestalte Rituale im Namen der Liebe.»

Wald, 01. Juni 2023   |   Die Luftpost Ihre Rückmeldungen
Wald, 01.06.2023   |   Die Luftpost Ihre Rückmeldungen

Was Sie mir schreiben


Januar 2023

Zu meinem Podcast «Die Niederlage»
«Mit Freuden habe ich gerade deine Mausegeschichte gehört. Was für ein wunderbarer Gast in eurem Haus und was für eine herrliche Geschichte!»
Monika
 

«Macht euch der Erde untertan»
«Im Meer deiner Worte gehe ich gerne baden», schreibt mir Marlies und fügt ein paar poetische Zeilen hinzu, die eine grosse Wahrheit enthalten:

Einmal wurde gesagt und aufgeschrieben: MACHT euch die Erde UNTERTAN! 
Brav befolgt wird dies, aber kaum je gelingen. Hörte der Schreibende doch nicht genau hin.
Dieses " UNTERTAN " gleichsam vage gehört, dauert unverstanden - leider bis jetzt noch an.
Korrektur wäre Pflicht. Dem Schreiber in Ehren sei Verzeihen gewährt.
Schreiben wir neu: "MACHT EUCH DER ERDE IN LIEBE UNTERTAN!“ 

 

Zu meiner Zeitpunkt-Kolumne „Eine Lehrerin rastet aus“
«Dein Beitrag hat mich berührt. Dass du den Fokus auf die Lehrerin richtest und was der Vorfall für ihr Leben bedeutet, finde ich bemerkenswert. Ich kann nachfühlen, weshalb sie die Kontrolle verloren hat. Es ist gut, dass die Kinder Rechte haben. Aber sie sollen auch wissen wo die Grenzen sind. Was die Lehrpersonen der Regelschule heute alles bewältigen müssen ist kaum mehr zu bewältigen.»
Susanna
 

Zu meinem Podcast über das Bargeld
«Ich möchte dir eine kurze Rückmeldung dazu geben. Ich bin selber im Bargeldgeschäft tätig und habe mich schon länger gefragt,  wie meine Zukunft aussieht, wenn alle nur noch mit Karte und Twint bezahlen.... 

Selber habe ich den umgekehrten Schritt gewagt, und habe beim letzten Bankwechsel vor zwei Jahren auf jegliche Karten verzichtet. So habe ich nun ganz einfach stets 70-100 Franken im Portemonnaie und zahle konsequent nur noch Bar. 

Ich sehe dabei absolut keinen Nachteil gegenüber Karte oder Twint, denn der Aufwand um einmal im Monat die Küchenschublade mlt dem Monatsbudget zu bestücken und morgens beim aus dem Haus gehen das Portemonnaie zu füllen hält sich durchaus in Grenzen. Ich gewinne sogar den Vorteil, dass ich den Kontostand (in der Schublade und im Sack) jederzeit im Blick habe und nicht von den zahlreichen Kleinausgaben überrascht werde. 

Ein gutes Gefühl, kann ich dir nur empfehlen. Was ich dir auch empfehlen kann, ist anstelle einer Initiative zu unterschreiben, ganz einfach wieder das Portemonnaie zu füllen und Twint zu deinstallieren. Aus meiner Sicht die effektivere Massnahme um etwas am Leben zu erhalten, als es unbenutzt in irgendwelche Gesetze niederzuschreiben, das wäre dann Ballenberg. 

Zuletzt empfehle ich dir (trotz unserer Abneigung gegen SRF) die nachfolgend verlinkte Sternstunde Philosophie über Bitcoin anzusehen, und dich ernsthaft und unvoreingenommen aller bisherigen Vorurteile mit dem Sinn und Zweck, mit der Philosophie von Bitcoin zu beschäftigen. Mir ist da vor Weihnachten der Groschen gefallen, und seither glaube ich nicht mehr daran, dass mit dem Erhalt des Bargeldes und dem damit einhergehenden Erhalt des aktuellen Finanzsystems der richtige Weg in die Zukunft sein wird.» 
Gabriel

> Hier der Link zur Sendung:  Sternstunde Philosophie - Bitcoin – Eine neue Weltordnung? - https://www.srf.ch/play/tv/redirect/detail/6fefe69c-dbba-4b19-8066-1f7aea2a57e9
 

30.11.22
«Lieben Dank für deine Podcasts. Erschüttert habe ich als erstes jenen gehört, mit den 3 Tonnen zuviel Käse. Es sind mir die Tränen gekommen, hast du doch ein Thema angesprochen, das der Kühe unter anderem, das mir zutiefst am Herzen liegt.
Dazu noch ein paar Ergänzungen, wenn du erlaubst: Eine Hochleistungskuh bringt in der Schweiz über 60 Liter Milch täglich, und glaube mir, die gibt sie nicht freiwillig, sondern unter Schmerzen und Qualen. Damit sie überhaupt Milch gibt, muss sie zuerst gebären, das Baby wird ihr spätestens am zweiten Tag entrissen. Sollte es ein Männchen sein, wird es sofort entsorgt oder im „besten Fall“ gemästet und dann geschlachtet. Die Weibchen erleiden das gleiche Schicksal wie ihre Mütter. Das Schreien beider Tiere, Mutter und Kind, nach der Trennung ist fast nicht aus zu halten. Ein unsagbares Verbrechen an diesen Seelen, es zerreisst mir jedesmal fast das Herz. Ich finde es wunderbar, dass du dir durch den überproduzierten Käse soviel Gedanken gemacht hast, hab Dank dafür. Mit viel Freude werde ich alle deine Nachrichten hören.»
Monika aus der Region Winterthur 30.11.22


9.10.22
«Ich habe nur einen unglaublichen Schrecken gespürt»

«Ich habe es endlich geschafft, dein Buch in die Hand zu nehmen und es, ja wie soll ich sagen, bereits mit den ersten Sätzen richtiggehend zu verschlingen. In zwei Tagen hatte ich es durch. Es hat mich sehr beeindruckt. In meinem Kopf hiess es die ganze Zeit über: Ja genau, ja, ja…und Gott sei Dank gibt es noch Menschen auf dieser Welt, die selber denken und nicht für sich denken lassen, weil das LEIDER für viele der einfachere Weg zu sein scheint. 

Ich muss dazu sagen, dass ich in der DDR geboren und immerhin 9jährig in dem System geworden bin, bis die Erlösung mit dem Fall der Mauer gekommen ist. Ausserdem bin ich natürlich als Deutsche in der Schule jahrelang mit dem Thema Zweiter Weltkrieg konfrontiert worden. Mit anderen Worten, ich hab mich in dem Moment, als dieser Lockdown kam – und mit ihm die ganzen Verbote, die Massnahmen, die Einschränkung der Reisefreiheit, Denunziantentum in meinem persönlichen Umkreis -, zurückkatapultiert gefühlt in diese zwei alten Systeme…

Das waren meine ersten und fortwährenden Gedanken während dieser Zeit. Und es hat mich absolut erschüttert, wie wahnsinnig schnell sich die Menschen haben manipulieren lassen. Ich habe nur einen unglaublichen Schrecken gespürt. Eine Angst , nicht vor diesem Virus - vor dem hatte und habe ich heute noch keine Angst –, sondern Angst vor Menschen, die das ungesehen einfach glauben…und Angst vor den paar Menschen, die meiner Meinung nach, auf dieser Kugel alle Fäden in der Hand halten. 

Ich bin der Meinung, dass wir der grösste Virus auf diesem so schönen Planeten sind. Trotzdem gehöre auch ich dieser Schöpfung an und sehe das Leben als etwas Schönes, als etwas sehr Wertvolles, als ein Geschenk (von wem auch immer, ich bin Atheistin). Und ich geniesse jeden Tag und jede Minute. Es gibt so viele schöne Dinge auf dieser Welt, wenn man nur die Augen öffnet dafür – vermeintlich kleine Dinge, die doch eigentlich so GROSS sind… ein Bad im schönen Zürichsee, ein Lächeln eines Kunden, das Lachen meiner Kinder… 

Irgendwer hat mal gesagt: «Das Leben ist eines der schwersten»…das ist wohl so, aber es kommt auf die Betrachtungsweise an. Es kann auch sehr einfach sein. Ich mache für mich das Beste aus meinem Leben. Selbstbestimmung…das ist es und seitdem ich das verstanden habe, bin ich glücklich. Jeder trägt sein Glück selbst in seinen Händen.» 
Jennifer aus dem Zürcher Oberland

 

18.7.22
"Ich war ständig auf der Hut mit dem, was ich sagte"


Lieber Nicolas
Es ist schön, dass du jedesmal genau das aussprichst oder schreibst, was auch in mir vorgeht, wir scheinen da total gleichgeschaltet zu sein. Betreffend Spaltung/Trennung gehe ich mit dir einig. Zuerst ging meine 10jährige Beziehung zu meinem Partner sozusagen mit Corona zu Ende. Dann „verlor“ ich meine Cousine, weil ich mich erdreistet hatte, ihrer 84jährigen Mutter - meiner Tante - telefonisch den Rat zu geben, selber zu bestimmen, was mit ihrem Körper geschieht, weil sie keine Lust auf die Schlumpfung hatte. Seither spricht meine Cousine nicht mehr mit mir. Sie ist wütend auf mich.

Der zweite „Fall“ ist eine langjährige Freundin, 3fach studiert, die im August 2020 nicht verstehen konnte, weshalb ich nicht solidarisch war und keine Maske tragen wollte. Deshalb herrschte ein gutes Jahr Funkstille zwischen uns. Jetzt hat sie sich wieder gemeldet und gefragt, ob wir zusammen wandern gehen wollen, was wir taten. Aber ich war ständig auf der Hut mit meinen Aussagen, wollte auf keine Fall auf das Thema Corona zu sprechen kommen. Sie selber hatte den Booster herbeigesehnt. Gerade war sie von Corona genesen und froh, dass sie es gut überstanden hatte - Spritze sei dank! Und plötzlich, wie aus dem Nichts, stellte sie mir die Frage, ob ich eigentlich auch glaube, dass das mit Trump und Biden ein Wahlbetrug gewesen sei. Als ich mit ja antwortete, war sie völlig perplex, konnte nicht glauben, was ich gesagt hatte, war richtiggehend schockiert. Ja ob ich denn keine Mainstreammedien mehr lese oder SRF schaue, wollte sie wissen. Ich verneinte.

Sie versuchte dann, mich „aufzuklären", aber ich hatte gar keine Lust auf eine solche Diskussion. Wir waren in der schönsten Natur, das passte überhaupt nicht, aber auch wenn wir sonstwo gewesen wären, hätte ich keine Lust darauf gehabt. Ich versuchte, hin und wieder ein Wort einzubringen, aber das kam gar nicht bei ihr an. Sie stellte fest, dass wir ja dann gar keinen gemeinsamen Nenner mehr hätten. Wir wanderten zurück und machten nur noch small talk. Ich fand es irgendwie traurig, denn wir waren Freundinnen gewesen während der letzten über 40 Jahre. Mit Betonung auf „gewesen“.

Ich bin aber froh und dankbar, dass ich in den letzten zwei Jahren neue Freundinnen gefunden habe, die auf „meiner“ Seite sind. Und dass ich all die vielen tollen Menschen wie dich kennenlernen durfte, wenn auch nur virtuell. Sie geben mir den Halt und die Kraft, weiterzumachen und weiterzuleben auf meiner Schiene.

Ganz herzlichen Dank für deine Arbeit, lieber Nicolas. Ich weiss, ich muss dich nicht dazu ermuntern, so weiterzumachen, du wirst es sowieso tun.
Eine Leserin aus der Ostschweiz 
 

*

29.6.22
"Mich stört es, dass Sie vom Feindesland reden"


Guten Tag Nicolas Lindt

Ich habe heute Morgen auf Transition TV Ihren Beitrag «Von der Spaltung zur Trennung» gehört.

Es geht mir ähnlich wie Ihnen, ich erlebe die sogenannte Spaltung innerhalb meiner Herkunftsfamilie, am Arbeitsplatz und in der Gesellschaft. Auch ich bin vorsichtig geworden, was ich sage oder nicht sage oder frage. Es ist etwas sehr Eigenartiges geschehen mit uns. Es dünkt mich auch, dass die beiden Welten unvereinbar geworden sind.

Dennoch stört es mich, dass Sie vom ‚Feindesland‘ reden. Machen wir mit dieser Denkweise nicht genau das gleiche wie die „andern“? Wir urteilen und verurteilen, stellen genau so zwei Lager her.

Sie sprechen also mit „den andern“ nur noch über die Dinge, die wir mit ihnen gemeinsam haben. Das kann sehr oberflächlich werden, habe ich gemerkt. Oder eben - man geht sich aus dem Weg.

Und dennoch trägt es nicht zur Lösung der jetzigen Situation bei. „Segne Deine Feinde“ heisst es in der Bibel. Ich bin nicht wirklich fromm, aber dieser Satz kommt mir in den Sinn. Es gibt ein tolles Büchlein, von Pierre Pradervand - vielleicht kennen Sie es: Segnen heilt. Ich habe diesen Ansatz als wirklich hilfreich erlebt! Das könnte ein Weg sein im Umgang mit Andersdenkenden. Machen wir es anders!

PS: mit dem „Mainstream“ Journalismus geht es mir wie Ihnen. Je weniger, desto besser!

Susanna aus Chur